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PKV vs. GKV – welche Krankenversicherung ist besser für Selbstständige?

Private oder gesetzliche Krankenversicherung? Ein ehrlicher Vergleich mit konkreten Zahlen, Vor- und Nachteilen und klaren Empfehlungen – speziell für Selbstständige und Freiberufler.

Autor: Benjamin Tischlak Investmentspezialist (IHK) · PKV-Experte · Deutsche Vermögensberatung (DVAG) · Amberg

Kurzantwort: Selbstständige sind nicht mehr gesetzlich versicherungspflichtig und müssen sich selbst krankenversichern – entweder freiwillig in der GKV oder in der PKV. Die PKV lohnt sich besonders für junge, gesunde Selbstständige mit gutem Einkommen: bessere Leistungen bei oft niedrigeren Beiträgen. Die GKV ist sicherer für Selbstständige mit schwankendem Einkommen, Familien mit Kindern oder Personen mit Vorerkrankungen. Ein Wechsel zurück in die GKV ist ab 55 Jahren praktisch nicht mehr möglich – die Entscheidung für die PKV ist daher langfristig und muss gut überlegt sein.

PKV vs. GKV im Überblick

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick – speziell für die Situation als Selbstständige:in.

Kriterium Private KV (PKV) Gesetzliche KV (GKV)
Beitragsberechnung Nach Alter, Gesundheit & Tarif – unabhängig vom Einkommen Einkommensabhängig: 16,3 % (inkl. Zusatzbeitrag) auf das Einkommen
Beitrag bei hohem Einkommen Günstiger Festbetrag, kein Einkommensanstieg Teurer bis zur Beitragsbemessungsgrenze (5.512,50 €/Monat 2026)
Beitrag bei niedrigem Einkommen Teurer da Mindestbeitrag unabhängig vom Einkommen Günstig – Mindestbemessungsgrundlage: ~1.178 €/Monat
Familienversicherung (Kinder) Kostenpflichtig – jedes Kind eigene Police Kostenlos – Kinder beitragsfrei mitversichert
Leistungsumfang Besser – Chefarzt, Einzelzimmer, Zahnersatz, Sehhilfen Standard – Grundversorgung gesichert
Facharzttermine Schneller – oft direkte Terminvergabe Länger – teils wochenlange Wartezeiten
Beiträge im Alter Steigen deutlich – Altersrückstellungen begrenzen den Anstieg Stabil – bleibt einkommensabhängig
Wechselfreiheit zurück in GKV Sehr eingeschränkt – ab 55 Jahren kaum möglich Flexibler – Wechsel zwischen GKV-Kassen jederzeit
Vorerkrankungen Risikozuschläge oder Ablehnung möglich Kontrahierungszwang – Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung
Krankentagegeld Separat absicherbar (wichtig für Selbstständige!) Kein automatischer Anspruch für Selbstständige – muss extra gebucht werden

PKV für Selbstständige: Vor- und Nachteile

✓ Vorteile PKV

  • Bessere Leistungen: Chefarztbehandlung, Einzelzimmer, freie Arztwahl ohne Überweisung
  • Schnellere Facharzttermine
  • Beitrag unabhängig vom Einkommen – bei hohem Verdienst deutlich günstiger als GKV
  • Individuelle Tarifgestaltung – Sie zahlen nur, was Sie brauchen
  • Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit möglich
  • Bessere Zahnleistungen und Sehhilfen inklusive
  • Auslandskrankenschutz oft ohne Zeitlimit

✗ Nachteile PKV

  • Beiträge steigen im Alter erheblich
  • Kinder müssen separat versichert werden (Kostenpunkt pro Kind)
  • Gesundheitsprüfung bei Abschluss – Vorerkrankungen können teuer werden
  • Wechsel zurück in GKV ab 55 Jahren praktisch ausgeschlossen
  • Bei niedrigem Einkommen (z. B. Gründungsphase) teurer als GKV
  • Krankentagegeld muss separat vereinbart werden
  • Rechnungsvorschuss: Arztrechnung erst selbst zahlen, dann erstattet

GKV für Selbstständige: Vor- und Nachteile

✓ Vorteile GKV

  • Kinder und Ehepartner (ohne Einkommen) kostenlos mitversichert
  • Keine Gesundheitsprüfung – auch mit Vorerkrankungen aufgenommen
  • Bei schwankendem Einkommen günstig oder planbar
  • Wechsel zwischen GKV-Kassen jederzeit möglich
  • Kein Beitragsrisiko im Krankheitsfall – Beitrag bleibt gleich
  • Zuzahlungsbefreiung bei hoher Belastungsgrenze

✗ Nachteile GKV für Selbstständige

  • Voller Beitrag (inkl. Arbeitgeberanteil) selbst zu zahlen – ca. 16,3 % des Einkommens
  • Mindestbeitrag auch bei geringem Einkommen (~200–230 € / Monat)
  • Kein Anspruch auf Krankentagegeld ohne gesonderte Option
  • Eingeschränkte Leistungen – kein Chefarzt, kein Einzelzimmer ohne Zuzahlung
  • Längere Wartezeiten beim Facharzt
  • Hohe Beiträge bei gutem Einkommen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze)

Wer sollte PKV oder GKV wählen?

Es gibt keine universelle Antwort – aber klare Tendenzen je nach Lebenssituation.

PKV empfiehlt sich

Eher für PKV geeignet

  • Junge, gesunde Selbstständige unter 40
  • Gutes, stabiles Einkommen (> 3.500 € netto / Monat)
  • Keine Kinder geplant oder Kinder bereits erwachsen
  • Hoher Anspruch an Leistungen und Komfort
  • Langfristige Selbstständigkeit geplant
  • Keine wesentlichen Vorerkrankungen
GKV empfiehlt sich

Eher für GKV geeignet

  • Selbstständige mit schwankendem Einkommen
  • Familien mit Kindern (kostenlose Mitversicherung)
  • Personen mit Vorerkrankungen oder Gesundheitsrisiken
  • Selbstständige über 45 mit PKV-Wunsch: Vorsicht!
  • Planbarkeit wichtiger als Leistungsniveau
  • Möglichkeit zur späteren Anstellung nicht ausschließen

Das vergessen viele Selbstständige: Krankentagegeld

Angestellte erhalten ab der 7. Woche Krankengeld von der GKV. Selbstständige haben diesen Anspruch nicht – weder in der GKV noch in der PKV, es sei denn, es wurde explizit vereinbart.

Ohne Krankentagegeld: Wer länger krank ist, verliert das gesamte Einkommen. Für viele Selbstständige ist das existenzbedrohend.

Empfehlung: Krankentagegeld immer mitversichern

Sowohl in der PKV als auch in der GKV sollten Selbstständige eine Krankentagegeldzusatzversicherung abschließen – ab dem 1., 8., 15., 22. oder 43. Tag je nach Tarif. Die Absicherung ab dem 43. Tag ist oft deutlich günstiger und reicht als Basisschutz.

PKV vs. GKV – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wann lohnt sich die PKV für Selbstständige?

Die PKV lohnt sich besonders für junge, gesunde Selbstständige mit stabilem Einkommen. Wer früh einsteigt, profitiert jahrelang von niedrigen Beiträgen und besseren Leistungen. Ab 45–50 Jahren werden die Beiträge jedoch deutlich teurer – daher ist ein früher Einstieg entscheidend. Entscheidend ist auch, ob Sie Kinder planen (GKV kostenfrei mitversicherbar) und wie stabil Ihr Einkommen langfristig ist.

Was kostet die PKV für Selbstständige im Vergleich zur GKV?

Ein gesunder 30-jähriger Selbstständiger zahlt in der PKV je nach Tarif ca. 350–550 € pro Monat (inkl. Krankentagegeld). In der GKV zahlen Selbstständige 2026 den vollen Beitrag selbst: ca. 14,6 % + Zusatzbeitrag (~1,7 %) auf das Einkommen – mindestens jedoch auf die Mindestbemessungsgrundlage von ca. 1.178 €/Monat. Das ergibt einen Mindestbeitrag von ca. 200–230 € pro Monat; bei mittlerem Einkommen schnell 600–800 €.

Kann ich als Selbstständiger in die GKV wechseln?

Ein Wechsel von der PKV zurück in die GKV ist für Selbstständige sehr schwer. Ab dem 55. Lebensjahr ist er praktisch ausgeschlossen. Möglich wäre er nur durch eine sozialversicherungspflichtige Anstellung (auch in Teilzeit) oder die Aufgabe der Selbstständigkeit. Das ist ein wichtiger Grund, den Einstieg in die PKV gut zu überlegen.

Welche Leistungen sind in der PKV besser als in der GKV?

In der PKV erhalten Versicherte typischerweise: Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, schnellere Facharzttermine, bessere Zahnarztleistungen und Sehhilfen, individuelle Heilmittelverordnungen sowie Auslandsreiseschutz ohne Zeitlimit. In der GKV sind diese Leistungen nur gegen Zuzahlung oder gar nicht erhältlich.

Was passiert mit den PKV-Beiträgen im Alter?

Die PKV-Beiträge steigen im Alter deutlich an, weil das Krankheitsrisiko zunimmt. Wer früh eine Altersrückstellung aufgebaut hat, begrenzt diesen Anstieg. Zusätzlich gibt es seit 2000 den gesetzlichen 10-Prozent-Zuschlag zur Altersrückstellung. Wer keine ausreichende Rücklage hat, kann im Alter unter Druck geraten – das ist die Hauptkritik an der PKV.

Wie läuft eine Beratung zur Krankenversicherung bei Benjamin Tischlak ab?

Im ersten Gespräch (kostenlos und unverbindlich) analysieren wir Ihre aktuelle Situation: Einkommen, Gesundheitszustand, Familienplanung, Risikobereitschaft. Dann stelle ich Ihnen konkrete Tarife vor und erkläre ehrlich, ob PKV oder GKV für Sie die bessere Wahl ist – unabhängig davon, welches Produkt ich dabei vermittle.

Benjamin Tischlak – Finanzberater DVAG Amberg

Benjamin Tischlak – Krankenversicherungsberatung in Amberg

Als Vermögensberater bei der DVAG berate ich Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer in der Region Amberg zu allen Fragen der privaten Krankenversicherung. Ich zeige Ihnen beide Wege ehrlich – und helfe Ihnen, die Entscheidung zu treffen, die wirklich zu Ihrer Situation passt.

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Jan Siebert
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„Als Unternehmer ist das für mich jetzt ein guter Grundstein für eine breit aufgestellte Rente für später. Benjamin hat mir Zusammenhänge erklärt, die ich vorher gar nicht kannte.“

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